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SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH: Dank erneutem Umsatzrekord

06.03.2020
News

Hohe Investitionen zum Wohl der Belegschaft, der Umwelt
sowie für die Digitalisierung der Produktion

Der Aufwärtstrend in der SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH in Dohna hält an. Nachdem der renommierte Spezialist für hochwertige Dreh- und Frästeile aus Edelstahl 2019 zunächst einen hohen Auftragsüberhang aus 2018 abgearbeitet hatte, konnte man den Umsatz in den Folgemonaten weiter stabilisieren, informierte der Geschäftsführende Gesellschafter Dr.-Ing. Peter Schiekel zur Jahrespressekonferenz am 28. Februar am Firmensitz Dohna bei Pirna. Mit 13,4 Millionen Euro wurde so das bisher beste Jahresergebnis von 2018 erneut übertroffen.

Über das Jahr 2019 verteilt, verarbeitete das Familienunternehmen 500 Tonnen Edelstahl zu rund 3500 Fertigungsaufträgen mit 2200 unterschiedlichen Artikeln – darunter Sonderflansche, Spezialfittings, Filter-, Ventil- und Sensorgehäuse. Laut Dr. Schiekel zahlt sich für SPS nun stärker denn je aus, dass man „die Firmenstrategie nie auf den von stetigen Konjunkturschwankungen betroffenen Automotive-Bereich ausgerichtet“ habe. Wichtige Auftraggeber sitzen insbesondere in der Messtechnikbranche, im Chemieanlagenbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Lebensmittelindustrie, dem Pharmazieanlagenbau, der Medizintechnik und der Biotechnologie.

Auch 2019 gewann das Unternehmen Kunden hinzu, darunter einige bedeutende Global Player. Die Zahl der aktiven Aufraggeber belaufe sich nunmehr auf 130, wobei „unsere 20 Top-Stammkunden rund vier Fünftel zum Umsatz beisteuern“, so Dr. Schiekel.

Vor diesem Hintergrund schob man in Dohna 2019 wieder große Investitionen an. Hierzu zählte eine vollautomatische Reinigungsanlage auf Ultraschallbasis. Diese durchlaufen alle Edelstahlprodukte, ehe sie an die Kunden versendet werden. Die 250 000 Euro teure Anlage reduziere deutlich den Wasserverbrauch, verbessere die Reinigungsqualität und erleichtere zugleich die Arbeitsbedingungen, so der Geschäftsführer.

Daneben investierte man dank der sehr guten Auftragslage in eine zweite fünfachsige Fräsmaschine sowie in CAM-Technik, mit der die komplette Fertigungskette an filigranen Frästeilen in einem durchgehenden Prozess gesteuert wird – von der Feinplanung über die Werkzeugvermessung bis zur Herstellung an den CNC-gesteuerten Automaten. „Das erleichtert den Produktionsprozess, erhöht die Effektivität, senkt das Fehlerrisiko und bildet so einen weiteren Schritt in Richtung des Digitalisierungsprojekts Industrie 4.0, mit dem wir unsere Produktion zukunftsfest machen wollen“, so Dr. Schiekel.

Die Investitionen für 2020 haben das Wohl der Belegschaft sowie der Umwelt im Blick. Da die Zahl der Mitarbeiter weiter kontinuierlich wächst, errichtet die Firma einerseits einen – bewusst unversiegelten – neuen Personalparkplatz mit 50 Stellplätzen und andererseits einen solide überdachten Fahrrad-Hangar. „Denn immer mehr Kollegen kommen per e-Bike zur Schicht“, informiert Personalchefin Jana Merzdorf.

Daneben nimmt 2020 eine weitere Produktionshalle auf dem Firmengelände Gestalt an. Sie umfasst annähend 500 m² und wird auch eine neue innovative Anlage zur umweltgerecht-sortenreinen Aufbereitung von Edelstahlspänen beherbergen. „Auch sie kostet uns rund eine Viertelmillion Euro“, berichtet Dr. Schiekel.

„Allein im Januar 2020 stellten wir fünf neue Mitarbeiter – drei für die Produktion und je einen für Arbeitsvorbereitung und Qualitätsmanagement“, teilte Jana Merzdorf mit. Damit arbeiteten bei SPS Schiekel nunmehr 145 Beschäftigte. Sie stammten neben Deutschland aus neun weiteren Ländern. So nahm im Februar auch eine junge Frau aus Indonesien ihre Arbeit als kaufmännische Assistentin auf.

Inzwischen müsse man wegen des leergefegten heimischen Arbeitsmarktes die Fühler immer weiter ins Ausland ausstrecken, um qualifiziertes Personal zu finden, so Dr. Schiekel. Nachdem im Sommer drei Lehrlinge aus Vietnam bereits ihr zweites Ausbildungsjahr beenden werden, sei man jetzt auch in einem konstruktiven Kontakt mit China. Hier würden im April geeignete Bewerber ausgewählt, die von deutschen Experten nach hiesigen IHK-Standards ausgebildet und geprüft sind. „Wenn alles passt, begrüßen wir sie 2021 in Dohna“, ergänzte Jana Merzdorf.

Daneben bildet SPS Schiekel derzeit neun Azubi aus. Weitere drei werden im Sommer eingestellt. „Gerade haben wir den ersten Lehrvertrag unterschrieben“, so die Personalchefin. Für jene beispielhafte und langjährig kontinuierliche Ausbildungsarbeit hatte die IHK zu Dresden die Firma SPS Schiekel 2019 als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ geehrt. Zwei Lehrlinge durften im Sommer 2019 wegen ihrer sehr guten Leistungen sogar ein halbes Jahr vorzeitig ihren Facharbeiterbrief in den Händen halten. Auch 2020 werde eine angehende Zerspanungsmechanikerin sechs Monate vorfristig auslernen, so Jana Merzdorf.

Darüber hinaus bewähre sich seit 2019 ein neues Modell zur Lohn- und Gehaltsoptimierung, informierte sie. Gerade auch jüngeren Kolleginnen und Kollegen eröffne man damit eine Chance, um sich „dank betrieblicher Zuschüsse und zugleich steuerlicher Vergünstigungen bei null Nettolohneinbuße eine solide Altersvorsorge anzusparen“. Ein Drittel der Belegschaft sei bereits im Boot.

Über SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH

Das Familienunternehmen wurde 1992 von den Brüdern Peter Schiekel und Gert Schiekel gegründet. Von Beginn an lag der Fokus nicht auf hohen Stückzahlen sondern auf einer flexiblen Klein- und Mittelserienproduktion hochpräziser Dreh- und Frästeile aus Edelstahl, Titan und weiteren schwer zerspanbaren Materialien. Heute produziert der Spezialist in zwei Wochen mehr als im ganzen Gründungsjahr. Zu den 130 Kunden gehören Auftraggeber im In- und Ausland – vom Chemieanlagebau bis zur Luft- und Raumfahrt. Produkte aus Dohna fliegen seit 2005 auch im Airbus 380 und eroberten in der europäischen Trägerrakete „Ariane“ das Weltall.

Seit dem frühen Tod seines Bruders Gert im Mai 2016 setzt Dr.-Ing. Peter Schiekel verstärkt auf ein kleines, sehr engagiertes Team an jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Produktion, Absatz und Verwaltung.

Ansprechpartner für die Presse:
Dr.-Ing. Peter Schiekel, Geschäftsführer
Telefon: 03529 / 5744 – 12
E-Mail: p.schiekel@sps.de